70 Jahre Großheuriger Pfaffstätten – eine Tradition, die unsere Familie seit Generationen begleitet
- stefanoesterreiche
- vor 5 Tagen
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Wenn wir an den Sommer denken, denken wir automatisch an den Großheurigen. Nicht nur, weil dort Wein ausgeschenkt wird. Sondern weil der Großheurige seit Generationen zu unserem Familienleben gehört. Unsere Kinder fragen schon Wochen vorher, wann es endlich losgeht. Sie möchten mithelfen, Gläser tragen, Getänke einschenken, Eingebackene Würstel essen und einfach mittendrin sein.
Genau so, wie es schon ihre Eltern, Tanten, Onkel und Großeltern getan haben. Der Großheurige gehört für uns einfach zum Sommer.

Eine Tradition, die mit unserer Familie gewachsen ist
Der erste Großheurige fand noch am Hauptplatz in Pfaffstätten statt. Als er wenige Jahre später in die Stiftgasse übersiedelte, war unsere Familie bereits mit dabei – und ist es bis heute geblieben. Damals standen Anton und Leopoldine Österreicher hinter unserem Weinstand.
Ihr Sohn Erwin half schon als Kind mit. Später führte er gemeinsam mit seiner Frau Sissi viele Jahre unseren Stand weiter. Er engagierte sich außerdem lange Zeit als Obmann des Großheurigers und gestaltete seine Entwicklung maßgeblich mit.
Heute führt ihr Sohn Stefan, mit viel Unterstützung seiner Eltern, diese Tradition fort. Eigentlich gibt es kaum jemanden in unserer Familie, der nicht irgendwann beim Großheurigen mitgeholfen hat. Geschwister, Cousinen, Cousins, Nichten und Neffen – für uns alle gehörte der August schon immer auch ein bisschen dem Großheurigen.
Die Stiftgasse wird zum schönsten Gastgarten des Ortes
Elf Tage lang verändert sich die Stiftgasse. Jeder Winzer öffnet seine Ausschank. Vor den Ständen entstehen gemütliche Gastgärten, eingefasst von traditionellen Lattenzäunen, geschmückt mit Blumen und den großen Oleanderbäumen, die längst zum vertrauten Bild des Großheurigers Pfaffstätten gehören. Man spaziert von einem Winzer zum nächsten, trifft Bekannte oder kommt mit Menschen ins Gespräch, die man vorher noch nie gesehen hat.
Es wird gelacht, gegessen, verkostet und angestoßen. Für uns entsteht in diesen Tagen ein ganz besonderer Zauber. Die Stiftgasse wird zu einem einzigen großen Gastgarten.
Ein Sommer am Großheuriger Pfaffstätten hat seinen eigenen Klang
Zum Großheurigen gehört für uns nicht nur der Wein. Er hat auch seinen ganz eigenen Klang. Jeden Abend spielt eine andere Musikgruppe. Blasmusik, Jazz, Singer-Songwriter oder Rock – und jedes Jahr wird in unserer Familie aufs Neue diskutiert, welche Musik eigentlich am besten zum Großheurigen passt.
Die Meinungen gehen dabei durchaus auseinander.
Vielleicht auch deshalb, weil Musik unsere Familie schon immer begleitet hat. Erwin spielte viele Jahre bei der Blasmusik Klarinette, Stefan hat ebenfalls eine Zeit lang Schlagzeug gespielt.

Am Ende stellen wir aber jedes Jahr wieder fest:
Es gibt nicht die eine Musik, die zum Großheurigen passt. Es sind die unterschiedlichen Klänge, die jeden Abend ein wenig anders machen und dafür sorgen, dass jeder seinen Lieblingsabend findet.
Ursprünglich ging es um Platz im Keller
Der Großheuriger Pfaffstätten entstand ursprünglich aus einem ganz praktischen Grund. Anfang August sollte der Wein des vergangenen Jahres ausgeschenkt werden, damit in den Kellern Platz für den neuen Jahrgang entstand. Oft begann schon kurz darauf die Weinlese. Deshalb findet der Großheuriger bis heute jedes Jahr Anfang August statt. Doch längst geht es um viel mehr als darum, Platz im Keller zu schaffen.

Vieles hat sich verändert – manches ist geblieben
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Großheuriger immer wieder verändert. Mal machten mehr Winzer mit, mal etwas weniger. Die Veranstaltung ist gewachsen und mit ihr die Zahl der Besucher. Heute kommen Gäste nicht nur aus Pfaffstätten oder der Thermenregion. Viele reisen aus ganz Österreich oder unseren Nachbarländern an und verbinden ihren Sommer mit einem Besuch bei uns.
Was sich jedoch nie verändert hat, ist das Gefühl. Der Großheurige lebt vom Miteinander. Von Gesprächen zwischen Menschen. Von Begegnungen, die manchmal nur ein paar Minuten dauern und manchmal zu Freundschaften werden.

Auch Regen gehört dazu
Wer den Großheurigen kennt, weiß: Geöffnet wird bei jedem Wetter.
Natürlich freuen wir uns über warme Sommerabende. Aber auch ein Regenschauer gehört manchmal einfach dazu. Dann rücken die Menschen ein bisschen näher zusammen – und oft entstehen gerade dann die schönsten Gespräche.
Als der Großheuriger Pfaffstätten plötzlich fehlte
Während der Corona-Pandemie konnte der Großheuriger nicht wie gewohnt stattfinden. Für uns war schnell klar: Ganz darauf verzichten wollten wir nicht.
Also organisierten wir zwei Sommer hintereinander eine kleine Version am Hauptplatz – mit unserem Weinstand und zwei Foodtrucks. Natürlich war das nicht dasselbe. Aber es zeigte uns, wie wichtig diese Tradition für viele Menschen geworden ist.
Für uns geht es um Begegnungen
Natürlich freuen wir uns, wenn unseren Gästen unsere Weine schmecken. Doch der Großheurige bedeutet für uns weit mehr. Er ist die Zeit, in der wir viele bekannte Gesichter wiedersehen.
Wir hören, welcher Wein besonders gut angekommen ist, erfahren, was unsere Kunden beschäftigt, lachen gemeinsam und nehmen uns Zeit für Gespräche, die im Alltag oft zu kurz kommen.
Genau diese Begegnungen sind es, die den Großheurigen für uns jedes Jahr aufs Neue besonders machen.

Wir freuen uns auf viele gemeinsame Sommerabende
Wenn Sie heuer zum Großheuriger Pfaffstätten kommen, trinken Sie nicht nur ein Glas Wein.
Sie schlendern durch eine festlich geschmückte Stiftgasse, hören Musik durch den Sommerabend klingen, begegnen Menschen, die Sie vielleicht schon lange kennen – oder gerade erst kennenlernen – und werden Teil einer Tradition, die unsere Familie seit Generationen begleitet.
Genau das macht den Großheurigen für uns so besonders.
Wir freuen uns darauf, Sie vom 6. bis 16. August bei unserem Weinstand begrüßen zu dürfen.
Euer, Stefan






















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