Die Weinlese: Das Herzstück unseres Jahres
- Laura Österreicher

- 11. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Kaum ein Moment im Winzerjahr ist so intensiv, aufregend und bedeutend wie die Weinlese. Wenn die Tage langsam kürzer werden, die Morgen kühl und neblig starten und die Trauben prall an den Reben hängen, beginnt bei uns im Weingut die geschäftigste Zeit des Jahres – und gleichzeitig eine der schönsten.

Heuer sind wir besonders früh dran
Dieses Jahr sind wir etwas früher gestartet als üblich. Noch sind nicht alle Weine tief und kräftig – und genau deshalb haben wir uns bewusst entschieden, früh mit der Lese zu beginnen. Unser Ziel: leichtere, frischere Weine, die durch Aromatik und Lebendigkeit überzeugen. Dafür nutzen wir die kühlen Morgenstunden – denn Trauben, die kühl geerntet werden, behalten mehr ihrer wertvollen Aromastoffe. Unsere Lesemaschine läuft oft schon ganz früh in der Früh, wenn der Tag gerade erwacht.

Ein echtes Familienprojekt
Bei uns ist die Lese Teamarbeit – und vor allem Familiensache. Robert fährt die Lesemaschine und ist unser Mann im Weingarten. Erwin übernimmt die geernteten Trauben mit dem Traktor und bringt sie direkt ins Weingut. Dort wartet schon Stefan, der die Trauben übernimmt und mit viel Fingerspitzengefühl verarbeitet. Laura hält im Hintergrund die Fäden zusammen – sie kümmert sich um Traubensaftabfüllung, Kundenbestellungen und alles, was im Betrieb organisatorisch anfällt. Sissi betreut unsere Vinothek und verkauft mit viel Herzblut frische Kürbisse vom Biohof Osterer. Und unsere Kinder? Die sind unsere besten Traubensaftverkoster und helfen begeistert mit – ob beim Waschen der Presse oder beim Transport kleiner Schätze.
Was bisher gelesen wurde
Der Startschuss fiel mit unserem Souvignier Gris, gefolgt von Souvignon Blanc, Muskat Ottonel, Chardonnay und den Trauben für unseren Rosé. Auch für unseren Traubensaft, weiß und rot, waren wir bereits im Einsatz. Besonders beliebt: der rote Traubensaft, der schon fast vergriffen war – doch keine Sorge: Nachschub ist unterwegs! Bald gibt es wieder frischen roten Traubensaft direkt aus der Vinothek.
Dankbar für jeden sonnigen Tag
Trotz früherem Start bleibt natürlich ein Quäntchen Unsicherheit – gelingt alles wie geplant? Passen Wetter und Reifegrad zusammen? Doch das ist auch der Reiz der Lese: Spontan auf die Natur reagieren, das Beste aus jedem Tag holen, flexibel bleiben – und am Ende hoffentlich belohnt werden mit einem besonderen Jahrgang.
Wir freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten – ob mit einem Besuch in unserer Vinothek oder hier im Blog.
In den nächsten Beiträgen nehmen wir Sie weiter mit: Von der Traubenverarbeitung im Keller bis zur ersten Verkostung der Jungweine.
Eure Laura







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